Länder votieren für regionale Komponente beim Windausbau

Der Bundesrat hat mit großer Mehrheit einen Antrag beschlossen, mit dem die Bundesregierung aufgefordert wird, den Ausbaupfad von 2,5 GW netto für Wind an Land pro Jahr beizubehalten und den Ausbau auch regional zu steuern. Das, so das Votum, solle durch eine Quotierung der Ausbauleistung für den Norden Deutschlands einerseits und Süd- und Mitteldeutschland andererseits geschehen.

Hintergrund dieser Forderung ist die ab 2017 vorgesehene Ermittlung der Vergütungshöhe für erneuerbare Energien durch wettbewerbliche Ausschreibungen, deren Bedingungen und Regeln in den nächsten Wochen festgelegt werden sollen. Mit einem Ausschreibungssystem ohne Feinsteuerung bestünde die Gefahr, dass die windstarken Standorte im Norden jede Ausschreibung für sich entscheiden und Standorte in Baden-Württemberg, Bayern oder Thüringen leer ausgehen.

  • 27. November 2015